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Sachverständige im Handwerk Von der Handwerkskammer Düsseldorf öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Holz- und Bautenschutzgewerbe.

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Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger

öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger Thomas Grünewald

Warum der "öffentlich bestellte und vereidigte" Sachverständige?

Nur wer durch eine öffentlich-rechtliche Institution bestellt und vereidigt wurde, hat seine besondere Sachkunde, Objektivität und Vertrauenswürdigkeit nachgewiesen. Alle diese Anforderungen müssen gegeben sein. Fehlt nur eine dieser Anforderungen, wird der Sachverständige nicht bestellt.

Die alleinige Bezeichnung "Sachverständiger" bietet keine Gewähr für Qualität, denn sie ist gesetzlich nicht geschützt.

Die öffentliche Bestellung und Vereidigung von einer Bestellungskörperschaft des öffentlichen Rechts ist in Deutschland der einzige amtliche Nachweis für besondere Sachkunde. Auch die Anerkennung durch private Sachverständigenvereinigungen kann eine öffentliche Bestellung und Vereidigung, aus folgenden Gründen, nicht ersetzen:

Die besondere Sachkunde
Nur der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige führt im Bestellungsverfahren einen Nachweis über seine besondere Sachkunde, die er durch mehrere Prüfungen belegt hat.

Vertrauenswürdigkeit 
Die Zuverlässigkeit und Integrität wird vor der öffentlichen Bestellung überprüft.

Objektivität 
Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige wird darauf vereidigt, seine Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen und seine Gutachten unparteiisch zu erstatten.

Pflicht zur Gutachtenerstattung vor Gericht
Der vom Gericht ernannte Sachverständige darf als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständige Aufträge nur aus wichtigem Grund ablehnen, vielmehr ist er unter bestimmten Voraussetzungen zur Erstattung von Gutachten gesetzlich verpflichtet. Der Sachverständige ist Beweismittel.

Schweigepflicht 
Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige muss die ihm bei der Ausübung seiner Tätigkeit anvertrauten Privat- und Geschäftsgeheimnisse wahren. Im Gerichtsverfahren steht ihm kein besonderes Aussageverweigerungsrecht zu.

Überwachung 
Der Sachverständige wird durch die Stelle, die ihn öffentlich bestellt hat, überwacht.

Der Sachverständige ist verpflichtet, über jedes von ihm angeforderte Gutachten Aufzeichnungen zu machen, aus denen der Auftraggeber, der Gegenstand des Auftrages und die Daten der Auftragserteilung und Auftragserledigung zu ersehen sind.

Darüber hinaus ist der Sachverständige verpflichtet, der Ingenieurkammer auf Verlangen die zur Überwachung seiner Tätigkeit erforderlichen mündlichen oder schriftlichen Auskünfte zu erteilen. Dadurch erhält die Kammer die Möglichkeit, sich regelmäßig von der Art und Weise zu überzeugen, wie der Sachverständige seinen Gutachterpflichten nachkommt und wie er seine Gutachten erstattet.

Der Sachverständige ist, durch die Sachverständigenvorschriften der Kammern, ausdrücklich verpflichtet sich auf seinem Fachgebiet hinreichend und fortlaufend weiterzubilden. Auf jeden Fall ist für den Sachverständigen wie auch für die Öffentlichkeit von Bedeutung, dass eine Nichtbeachtung der Fortbildungspflicht ein Grund für den Widerruf der öffentlichen Bestellung und Vereidigung sein kann.

Zeugnisverweigerungsrecht 
Ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger kann die Erstattung eines Gutachtens nur aus den Gründen verweigern, die auch einen Zeugen berechtigen würde, das Zeugnis oder die Auskunft im Gerichtsverfahren zu verweigern. Geregelt ist dies im § 408 in Verbindung mit §§ 383 ff. ZPO bzw. in § 76 in Verbindung mit §§ 52 ff. StPO.