Schimmelpilzschäden - Erkennen und Bewerten
Schimmelpilze sitzen nicht auf dem Trockenen!
Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer belebten Umwelt. Ihre Sporen sind fast überall zu finden, also auch in Innenräumen. Sie sind normalerweise harmlos. Übersteigt allerdings die Schimmelpilzkonzentration ein bestimmtes Maß, kann es zu gesundheitlichen Problemen für die Bewohner kommen. Schimmelpilze benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit.
Schimmel-Gutachten für Wen und Warum?
Mieter:
Mieter haben nach §537 BGB das Recht auf einen mangelfreien Mietgegenstand. Hat eine Wohnung Schimmelpilzprobleme, werden wir die Ursache herausfinden und selbstverständlich auch die Schuldfrage klären. In einem Kurzgutachten erhält der Mieter sämtliche relevanten Messergebnisse, eine schriftliche Bewertung der Situation und Rat beim Umgang mit seinem Vermieter.
Vermieter:
Mieter haben ihrem Vermieter gegenüber eine Obhutspflicht nach §§ 535, 536 BGB für die angemietete Wohnung. Mit Hilfe verschiedener Messgeräte werden die Ursachen und das Ausmaß des Schimmelbefalls festgestellt . Mit einer Langzeitmessung und anschließender Auswertung der aufgezeichneten Daten wird das Heiz- und Lüftungsverhalten der Mieter über einen längeren Zeitraum dokumentiert . In der abschließenden gutachterlichen Stellungnahme erhält der Vermieter alle Werte und Erkenntnisse in Schriftform. Auf Wunsch erstellen wir ein Konzept für eine nachhaltige Sanierung.
Hauseigentümer:
Hauseigentümer bzw. Bauherren haben das Recht auf eine mangelfreie Werkleistung nach § 631 BGB. Sollten Feuchteschäden durch eine der bauausführenden Handwerksfirmen entstanden sein, werden wir im Rahmen einer Ortsbegehungen die ausgeführten Handwerksleistungen überprüfen und in einer gutachterlichen Stellungnahme schriftlich zusammenfassen. Selbstverständlich erhalten Sie Vorschläge zur Mängelbeseitigung.
Schimmelpilz-Was ist Das?
Schimmelpilze ist ein Sammelbegriff für Pilze, die typische Pilzfäden und Sporen ausbilden können. Schimmelpilze bilden in der Wachstumsphase Zellfäden. Diese sind meist farblos, so dass der Schimmelpilz in dieser Phase normalerweise mit dem bloßen Auge nicht erkennbar ist. Zur Vermehrung und Verbreitung bilden Schimmelpilze Sporen . Diese sind oft gefärbt, so dass der Schimmelpilzbefall in diesem Stadium auch mit bloßem Auge (zum Beispiel als schwarze oder gelbe Schimmelpilzflecken) erkennbar ist.
Das Schimmelpilzwachstum im Innenraum wird hauptsächlich durch drei Faktoren bestimmt: Feuchtigkeit, Nährstoffangebot und Temperatur.
Schimmelpilze können auf Materialien nur wachsen, wenn eine bestimmte Mindestfeuchte vorhanden ist. Dabei ist nicht die Gesamtfeuchte des Materials ausschlaggebend, sondern nur das den Pilzen zur Verfügung stehende freie Wasser. Schimmelpilze können auch auf und in Materialien wachsen, die nicht sichtbarnass sind. Es genügt eine relative Luftfeuchtigkeit von ungefähr 55 - 80 % an der Oberfläche des Materials. Besonders gute Wachstumsbedingungen finden sich immer dann, wenn es zu Tauwasserbildung auf oder im Material kommt.
Was tun, wenn der Schimmel entdeckt ist?
Eine Schimmelpilzsanierung ohne Beseitigung der Ursachen ist allerdings nicht sinnvoll, da früher oder später mit einem erneuten Schimmelpilz-wachstum zu rechnen ist. Daher ist es unerlässlich, die Ursachen für das Schimmelpilzwachstum, insbesondere die Frage eines erhöhten Feuchteeintritts, zu klären. Schimmelpilze benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit. Ursachen erhöhter Feuchte innerhalb von Gebäuden können zum Beispiel sein:
a) direkter Eintrag von Feuchtigkeit zum Beispiel über:
- defekte Dächer (insbesondere Flachdächer), Dachrinnen und Fallrohre;
- Risse im Mauerwerk;
- ungenügendes Austrocknen nach Baumaßnahmen;
- Wassereintritt infolge Rohrbrüchen, Überschwemmungskatastrophen etc.
b) unzureichende Abfuhr erhöhter Raumluftfeuchte durch:
- unsachgemäßes Heizen und Lüften, insbesondere in luftdichten Gebäuden.
- Kondensation (Tauwasserbildung) von Luftfeuchte im Bereich von kalten
Wänden, die wegen unzureichender Wärmedämmung in manchen
Altbauten ein Problem darstellen. Baufehler wie Wärmebrücken führen
ebenfalls in Neu- und Altbauten zur Wasserdampfkondensation entlang
der Bauschadensbereiche.
Die Aufstellung zeigt, dass neben baulichen und bauphysikalischen Mängeln, auch die Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhter Feuchte im Gebäude beitragen. Unsachgemäßes Lüften in Verbindung mit Tätigkeiten, bei denen viel Feuchtigkeit entsteht (Duschen, Kochen, Wäschetrocknen, Betrieb großer Aquarien etc.), kann die Feuchtigkeit im Gebäude über das erträgliche Maß hinaus erhöhen. Dies wird vor allem dann ein Problem, wenn die Gebäude aus Energiespargründen aufwändig abgedichtet wurden
Analyse und Untersuchungen
Messung des Raumklimas- Ortung von Wärmebrücken-Messung der Luftfeuchtigkeit-Lufttemperatur Oberflächentemperatur mit Wärmebildkamera- Fotodokumentation der maßgeblichen Schadensbilder- Messwertinterpretation/Materialprobenentnahme-Ursachenforschung von Schimmelpilzbildung-Aufstellen eines Sanierungskonzept-Bestimmung von Schimmelpilzarten (Analytik) Bestimmung von Sporen und Keimen in der Raumluft MVOC- Messungen zum Nachweis von nicht sichtbarem Schimmelbefall Wärmedämm- und Dampfdiffusionsberechnung für Bauteile. Gem. DIN 4108 Teil 5.
























